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12.02.2008

AGA Unternehmensverband wird Kooperationspartner des HVV

Der Mittelstand steigt freiwillig auf den öffentlichen Nahverkehr um. Künftig können auch kleine und mittelgroße Unternehmen ihren Mitarbeitern das HVV-Jobticket anbieten, damit sie preiswert und umweltschonend zur Arbeit fahren können. Ermöglicht wird dieser Beitrag zum Klimaschutz durch eine Kooperations­vereinbarung zwischen dem HVV und dem AGA Unternehmensverband. Sie wurde heute in Anwesenheit von Umweltsenator Axel Gedaschko von HVV-Geschäfts­führer Lutz Aigner und AGA-Präsidentin Helly Bruhn-Braas sowie AGA-Vorstandssprecher Volker Tschirch im Hafen-Klub unterzeichnet.

„Die Ziele des Klimaschutzes müssen durch echte Anreize, nicht durch Verbote erreicht werden“, erklärte AGA-Präsidentin Helly Bruhn-Braas. „Deshalb fördern wir mit unserer Initiative den freiwilligen Umstieg auf Bahnen und Busse.“ Die jetzt zwischen dem HVV und dem AGA Unternehmensverband getroffene Vereinbarung biete für die Mitarbeiter und die Unternehmen gleichermaßen Anreize. „Durch den Arbeitgeber­zuschuss wird die Proficard für die Mitarbeiter preiswert. Die Abwicklung übernimmt der AGA. Dadurch entsteht den mittelständischen Unter­nehmen kein zusätzlicher bürokratischer Aufwand“, sagte Bruhn-Braas.

Umweltsenator Axel Gedaschko gab auf einer Dialogveranstaltung des AGA im August 2007 mit seinem Plädoyer für den Klimaschutz den Anstoß für diese Kooperation mit dem HVV. Er betonte: „Umsteigen vom Auto auf den HVV ist praktizierter Klimaschutz. Die Unternehmen des Handels und der Dienstleistung sind keine typischen Großverbraucher von Energie, sie beschäftigen aber viele Menschen, die täglich zur Arbeit fahren. Ich freue mich, dass der AGA diese Idee aufgegriffen hat und zügig umsetzt. Das Angebot wird ein großer Erfolg werden, da der AGA im gesamten Einzugsbereich des HVV tätig ist.“

„Mit dem AGA Unternehmensverband gewinnt der HVV einen leistungs­fähigen Partner im Hinblick auf das Ziel, noch mehr Menschen zum Umsteigen auf den öffentlichen Nahverkehr zu bewegen“, erklärte Lutz Aigner. Durch das Engagement des Verbandes könnten mehrere tausend Mitarbeiter aus kleineren Unternehmen das HVV-Großkunden-Abonnement nutzen. Mehr als 400 AGA-Mitgliedsunternehmen im Einzugsbereich des HVV kämen als neue Kunden in Betracht. „Bereits mit 20 Proficard-Nutzern pro Unternehmen ist der Einstieg über den AGA möglich. Bedingung ist ein Arbeitgeberzuschuss von mindestens 10,23 Euro pro Karte und Monat“, so der HVV-Geschäftsführer. Geplant sei, dass mittelständische Unternehmen erstmals Ende April Proficards für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über den AGA Unternehmens­verband beziehen können.

Die HVV-Proficard – ein Erfolgskonzept

Die Proficard wird als Großkundenabonnementskarte des HVV angeboten und weist seit Jahren im Vergleich mit anderen Abo-Karten überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten auf. Derzeit registriert der HVV 125.000 Proficard-Nutzer in über 1.000 Unternehmen, wobei sich der Umsatz in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 60 Prozent gesteigert hat. Eingeführt wurde das HVV-Großkundenabonnement 1989.

Die Proficard wird von Unternehmen an deren Arbeitnehmer ausge­geben. Die Unternehmen ziehen das Fahrgeld vom Gehalt ein und überweisen das Geld in einer Summe an den HVV oder an einen Kooperationspartner wie den AGA. Für die einzelnen Kartenbezieher bedeutet dies eine unkomplizierte Handhabung. Sie müssen sich nicht erst zu einer HVV-Servicestelle aufmachen und benötigen für die Karte kein Lichtbild.

Der HVV bietet das Großkundenabonnement (GKA) in drei Varianten mit unterschiedlichen Bedingungen und Preisen an. Die attraktivste Variante mit dem höchsten Umsatz ist das GKA II („Proficard plus“ oder „Proficard extra“), das eine Arbeitgeberbeteiligung von mindestens 10,23 Euro am Kartenpreis vorsieht. Zudem können Unternehmen schon ab 20 Profi­card-Nutzern am GKA II teilnehmen, sofern sie die Karten über einen HVV-Kooperationspartner beziehen.

Durch die Arbeitgeberbeteiligung ist der Nettopreis für den einzelnen Abnehmer äußerst günstig. Das Unternehmen engagiert sich zusätzlich für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; der Zuschuss wirkt sozial und umweltfreundlich.