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04.10.2006

Kein anonymes Schwarzfahren mehr

Die Verkehrsunternehmen im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) wollen das Schwarzfahren weiter erschweren: Künftig werden auch von solchen Fahrgästen, die sofort das erhöhte Beförderungsentgelt von 40 Euro bar bezahlen, die Personalien aufgenommen.

Im Jahr 2005 wurden bei Fahrkartenprüfungen im HVV 2,8 Prozent der Fahrgäste ohne gültige Fahrkarte angetroffen. Setzt man diesen Prozentsatz in Beziehung zu den gesamten Fahrgeldeinnahmen im HVV, sind den Verkehrsunternehmen im vergangenen Jahr rund 14 Millionen Euro Einnahmen durch das Schwarzfahren entgangen.

Bisher wurden die Personalien bei Fahrgästen ohne Fahrausweis, die das erhöhte Beförderungsentgelt beim Prüfpersonal in bar bezahlt haben, nicht festgestellt. Somit konnten auch im Wiederholungsfall keine rechtlichen Konsequenzen eingeleitet werden: In der Regel erstatten die Verkehrsunternehmen Strafanzeige, wenn ein Fahrgast zum dritten Mal ohne gültige Fahrkarte angetroffen wird.

Mit dem generellen Feststellen der Personalien von schwarzfahrenden Fahrgästen soll die Ungleichbehandlung von bar und unbar zahlenden Personen aufgehoben und vor allem das kalkulierte Schwarzfahren erschwert werden – letztlich auch im Interesse der ehrlich zahlenden Fahrgäste.