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11.07.2006

Gut gefahren mit dem HVV – positive Bilanz zur FIFA-WM

Einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Fussballweltmeisterschaft in Hamburg lieferten die Bahnen, Busse und Schiffe im HVV. Besonders zu den Spielen im Stadion und zum Fanfest auf dem Heiligengeistfeld, aber auch zu den vielen anderen Veranstaltungen in Hamburg haben die öffentlichen Verkehrsmittel Millionen von Besucherinnen und Besuchern das bequeme Erreichen ihrer Ziele und die Entdeckung der Stadt ermöglicht.

Allein für die Spiele in der Arena und für das Fanfest hat der HVV während der WM etwa 3 Millionen zusätzliche Fahrgäste befördert. Darüber hinaus wurde der HVV von den Hamburg-Gästen auch für Fahrten zu vielen anderen Zielen genutzt; über die exakte Gesamt-Fahrgastzahl und die Höhe der zusätzlichen Fahrgeld­einnahmen während der WM kann zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch keine Aussage gemacht werden

Verkehr zur FIFA-WM-Arena

Etwa 65 Prozent aller Zuschauer im Stadion fuhren mit den S-Bahnen nach Othmarschen und Stellingen und gelangten von dort mit 40 Shuttle-Bussen (großenteils Gelenkfahrzeuge) rechtzeitig und sicher zum Ziel. Zum Vergleich: Bei Bundesligaspielen benutzen im Schnitt etwa 30 Prozent der Besucher den HVV. Beide S-Bahn-Linien S1 und S21 wurden von 3 Stunden vor Spielbeginn bis 2,5 Stunden nach Spielende durch zusätzliche Zugfahrten im Angebot verdoppelt. Gerade durch die Aufteilung auf die beiden Fahrtrouten war es möglich, die Zuschauer innerhalb von weniger als einer Stunde aufzunehmen. Nennenswerte Wartezeiten traten deshalb nicht auf. Dank der baulichen Verbesserungen an den Bus-Kehren in Stellingen und Othmarschen sowie der sehr guten Unterstützung durch die Polizei ergaben sich im Buseinsatz auf den Shuttle-Strecken keine Verzögerungen und es konnten pro Spiel bis zu 450 Fahrten geleistet werden.

Verkehr zum Fanfest

Ein weiterer Schwerpunkt für den ÖPNV war das Fanfest auf dem Heiligen­geistfeld. Da hier kaum Parkplätze zur Verfügung standen, nutzten 80 bis 90 Prozent der Besucher die öffentlichen Verkehrsmittel. Insbesondere auf der U-Bahn-Linie U3, aber auch der U2 sowie den S-Bahnen wurde eine Vielzahl von Sonderzügen eingesetzt. Auch die Buslinien im Umfeld fuhren wesentlich häufiger als sonst.

Um den Besucherinnen und Besuchern des Fanfestes auch nach den Spätspielen einen bequemen Heimweg zu gewährleisten, wurde der Betrieb im Schnellbahnnetz und den Regionalverkehrslinien ab dem Achtelfinale um eine Stunde (beim Viertelfinalspiel in Hamburg am 30. Juni sogar um 2 Stunden) verlängert.

Übriges HVV-Netz

Auch im übrigen Verkehrsnetz des HVV war die vermehrte Inanspruchnahme durch die Besucher zu merken. Erstmals bei einer Fußballweltmeisterschaft war die Eintrittskarte gleichzeitig Fahrkarte und so nutzten viele Besucher die öffentlichen Verkehrsmittel, um zu weiteren Veranstaltungen zu kommen und die Schönheiten der Stadt kennen zu lernen. Eine Vielzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe war im Netz sowie in den Auskunfts­stellen eingesetzt, um den Besuchern mit Informationen – teilweise auch fremdsprachig – behilflich zu sein.

Auf eventuelle Behinderungen hatte man sich im Vorfeld in verschiedenen Störfallszenarien vorbereitet, doch lief der Verkehr reibungslos. Das ausgearbeitete Wegelenkungskonzept und die entsprechende Beschilderung sorgten dafür, dass alle WM-Gäste sich jederzeit gut orientieren konnten.

Fazit: Dank der guten Organisation des Verkehrs, der umfassenden Information und des engagierten Einsatzes der Verkehrsunternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat alles hervorragend geklappt. Der Hamburger Nahverkehr hat wieder einmal bewiesen, dass er für solche Großereignisse – auch wenn sie über eine längere Zeit gehen – gut aufgestellt und für weitere Veranstaltungen bereit ist.